4. Februar 2021

Gründen in Zeiten von Corona

Wie steht es um den Gründergeist in Zeiten der Pandemie? Wie können Start-ups ihren Markteintritt bewerkstelligen? Das haben wir die Gründungsberaterinnen und Gründungsberater an der Universität Stuttgart, der Leibniz Universität Hannover und SRH Heidelberg gefragt. (Quelle: https://www.exist.de/DE/Campus/Gruendergeist/Im-Fokus/Bildung-Beratung/Gruenden-in-Zeiten-von-Corona/)
[Bild: exist.de]

Das Erstaunlichste vorweg: Corona konnte dem Gründergeist an Hochschulen bislang nichts anhaben. Diese Erfahrung hat zum Beispiel Claudia Böhnke von der TTI – Technologie-Transfer-Initiative GmbH an der Universität Stuttgart gemacht: „Nein, bei uns hat sich eigentlich nichts geändert. Die Zahl der Erstberatungen von Alumni sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war mit 46 im Vergleich zu den Vorjahren unverändert.“

Auch an der Leibniz Universität Hannover gab es keinen Rückgang des Gründungsinteresses. „Wenn überhaupt, war nur in den ersten Monaten der Pandemie ein leicht nachlassendes Gründungsinteresse zu spüren“, sagt Tobias Quebe, Leiter von starting business, dem Gründungsservice der Leibniz Universität Hannover und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls: „Das lag aber eher daran, dass die Sichtbarkeit der Gründungsberatung etwas nachgelassen hat. Unser Büro auf dem Campus ist ja aufgrund des Lockdowns geschlossen. Diese zentrale Präsenz hatte uns immer in die Karten gespielt. Hinzu kamen Plakate, Flyer und Mundpropaganda. All das musste nun durch digitale Auftritte irgendwie ersetzt werden.“

An der SRH Hochschule Heidelberg, der bundesweit größten privaten Hochschule, ist das Gründungsinteresse ebenfalls ungebrochen, stellt Professor Bernhard Küppers, Leiter des dortigen Gründer-Instituts, fest: „Die Studierenden sind nach wie vor an Gründungen interessiert. Sie sind auch ein Stück weit gar nicht mal so sehr verunsichert. Die Frage ist nur, wie sie diese Zeit vernünftig nutzen können, um nach der Pandemie dann mit voller Kraft in den Markt zu starten.“

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M. A.

Melanie Minderjahn

Wiss. Mitarbeiterin, Referentin für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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