Unsere Entrepreneurs in Residence stellen sich vor! Heute: Shivam

19. Januar 2022

Gefördert durch das Pre-Start BW Programm des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg arbeiten derzeit sechs Studierende am Institut für Entrepreneurship und Innovationsforschung an ihren Startup-Ideen.
[Bild: pixabay.com]

Hallo, mein Name ist Shivam!

Am Institut für Feuerungs- und Krafttechnik in der Fachrichtung Abfallaufbereitung und Abwasserreinigung mache ich derzeit meinen Master an der Universität Stuttgart. Seit meiner Kindheit aber habe ich mich dafür begeistert ein Unternehmen zu gründen und dann bestenfalls weltweit auszuweiten. Angefangen habe ich mit einem Freund zusammen. Wir wollten eine Yoga-App entwickeln, weil wir dachten, dass wir damit erfolgreich sein und Geld verdienen könnten; das war auch unser Leitgedanke. Allerdings hat sich am Markt schnell gezeigt, dass dem nicht so ist. Das ist natürlich sehr enttäuschend, weil sich die Vision gleich zu Beginn zerschlagen hatte. Aber ich habe das unter einer Lernerfahrung abgehakt: Es sollte nicht alleine darum gehen, möglichst viel Geld zu verdienen - man muss auch den potentiellen Kunden berücksichtigen. Am Anfang war ich hierfür zu blauäugig und habe diese Sicht nicht mitbedacht. 

Frühe Anfänge

Früher hatte ich auch ein großes Interesse daran, in die Automobilbranche einzusteigen. Allerdings gibt es auch hier Umwälzungen und das Potenzial von Autos auf Basis des Verbrennungsmotors hat sich geändert. Für mich macht es deshalb keinen Sinn hier weiter zu arbeiten. Denn wie ich mit unserer Yoga-App gelernt habe, muss ein potenziell internationales Geschäft politische und soziale Bedürfnisse erfüllen. Deswegen habe ich inmitten des Klimawandels und den damit verbunden Umweltkrisen ein Interesse für Bioenergie entwickelt. Allerdings fordert mir dieses Feld auch viel Investment und eine tiefes Verständnis der Materie sowie der Verhältnisse der Menschen zu dieser Energieform ab.

Weil ich aber erst ein Jahr in Deutschland bin, möchte ich zunächst an einer Idee arbeiten, die weniger Investment benötigt; sie soll als Sprungbrett und mir als Lernerfahrung dienen. Ein Startup im Bereich der Bioenergie möchte ich demzufolge erstmal zurückstellen. Eine zunächst kleinere Gründung, ermöglicht es mir, mich mit den Behörden, den Gesetzen und Kunden auseinanderzusetzen. Bei meiner jetzigen Idee geht es darum, eines der zentralen Probleme zu umgehen, die mit dem Geschäft „Reinigung“ einhergehen: die Zeit, die vom Kunden investiert werden muss seine Sachen abzugeben und sie abzuholen. Das Ziel des Startups ist es, den Gang zur Reinigung obsolet zu machen um damit gleichzeitig die GHG Emissionen, die durch die Fahrten zu oder von der Reinigung usw. entstehen zu reduzieren. 

Mein Ziel als Entrepreneur in Residence

Seit November 2021 arbeite ich nun als Entrepreneur in Residence am ENI. Nach meinem Einstieg bin ich über Fördermöglichkeiten, wie das EXIST-Gründerstipendium oder deren Forschungstransfer, informiert worden. Mit Hilfe der Coaches konnte ich meine Business-Idee weiter vorantreiben und bereits meine potenzielle Kundengruppe analysieren. Derzeit mache ich eine weitere Marktstudie, um einen soliden Business-Plan zu entwickeln. Philipp Häßler ist mir hierbei eine große Hilfe und ich hoffe, dass ich zum Ende meiner Residentenzeit einen solchen vorweisen kann - auch wenn das vielleicht ein etwas hoch gestecktes Ziel ist. 

Kontakt

Dieses Bild zeigt Andreas Wahl

Andreas Wahl

Dr. rer. pol.

Postdoc, Stundenplanbeauftragter/Lehrkoordination

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