7. Oktober 2021

„Langfristig musst du Beobachter deiner Selbst werden“

Ein Vortrag von Klaus Dürrbeck (Munich Leadership Group) für EXIST-StartUps und Interessierte am Thema „Nachhaltige Performance“ im Berufsalltag mit anschließender Diskussionsrunde.

„Energiemanagment ist wichtiger als Zeitmanagement“

Kognitive Performance sei kein statischer Zustand, erklärte Klaus Dürrbeck im Vortrag. Bei jeder Person bestünde ein Zusammenhang zwischen dem Erregungszustand und der „Kognitiven Performance“. Allgemein gesehen, könne gesagt werden, dass es ein individuelles Mindestmaß einer Person gibt, das benötigt wird, um ihr maximales Potential ausschöpfen zu können, so Dürrbeck. Weiterhin interessant dabei ist, dass dieser Zustand instabiler ist und sich nicht dauerhaft aufrechterhalten lasse. In diesem Zusammenhang war es Klaus Dürrbeck wichtig zu betonen: „Energiemanagment ist wichtiger als Zeitmanagement.“

Das Event hatte das Ziel angehenden Gründerinnen und Gründern das Bewusstsein über die eigene Leistungsfähigkeit und potentieller Mitarbeiter zu schärfen. Organisiert wurde der Vortrag durch die Hochschule der Medien (HDM), die Technologie Transfer Initiative (TTI) und das Institut für Entrepreneurship (ENI) der Universität Stuttgart.

Performance Typen und was Unternehmen daraus machen können

Im Weiteren beschäftigte sich der Vortrag mit unterschiedlichen „Performance Typen“. Um leistungsfähig zu bleiben, hätte jeder Mensch unterschiedliche Bedürfnisse. Menschen, die ein niedriges Maß an Erregung benötigten, um performant zu sein, bräuchten andere Rahmenbedingungen als Menschen mit einem höheren Erregungsbedarf. „Das hat nichts damit zu tun, ob die Person extro- oder introvertiert ist oder wie stressresistent sie ist“, betonte Dürrbeck. Dabei sagt er weiterhin, dass viele Menschen diesbezüglich leider oft auf- oder abgewertet werden. Viel wichtiger sei es sich bewusst zu machen, welche Bedürfnisse für die persönliche Maximalleistung erfüllt werden müssen, so Dürrbeck.

Im Anschluss erfolgte eine interessante Zwischendiskussion, in der die Frage aufkam, ob eine Klassifizierung der Mitarbeiter je nach Performance Typ gut sei? Dürrbeck entgegnete, dass er dies kritisch sehe: „Einerseits brauchen wir das, um Komplexität zu reduzieren. Andererseits bilden sich dadurch schnell Lager. Deshalb geht es darum, sich auf die individuellen Stärken zu besinnen, aber die Person nicht nur auf diese zu reduzieren“.

Im weiteren Vortragsteil ging es darum, welche Strategien man anwenden könnte, um den Erregungszustand bewusst zu steuern. Abschließend konnte man festhalten, dass zum Beispiel durch Achtsamkeitstraining ein bewusstes Energiemanagement möglich ist und zu spürbar nachhaltiger Leistung führt.

Text: Marcel Scharmach

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M. A.

Melanie Minderjahn

Wiss. Mitarbeiterin, Referentin für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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