23. Februar 2021

Ultraleichtbau trifft Maschinenbau - Startup-Teams der Uni Stuttgart

Das Startup-Team der Uni Stuttgart ist Entwicklungsdienstleister und Zulieferer von high-performance Strukturbauteilen. Zur Entwicklung der Bauteile wird der konventionelle Konstruktionsprozess durch eine simulationsbasierte Prozesskette ersetzt.

Das Team von amprove besteht aus den Gründern Dennis Middelmann, Yannik Eggert und Rami Bedewi. Die Drei lernten sich während ihrer Anstellung in der Automobilindustrie kennen, wo gleichzeitig die Idee zur Gründung von amprove entstand.

Dennis absolvierte 2018 sein Bachelor-Maschinenbaustudium an der Technischen Hochschule Mittelhessen und befindet sich derzeit in den letzten Zügen seines Maschinenbau-Masterstudiums an der Universität Stuttgart. Während seines Studiums war er zwei Jahre in der Forschung eines Automobilkonzerns tätig, wo er sich mit der Bauteilentwicklung, speziell der simulationsbasierten Strukturoptimierung, beschäftigte.

Yannik beendete sein Fahrzeugtechnik-Bachelorstudium an der Technischen Hochschule Ulm mit dem Schwerpunkt Konstruktion und Entwicklung im Juli 2019. Seitdem arbeitet er Vollzeit am Start-up. Als Motorsport-Enthusiast entwickelte er großes Interesse an Leistungsfähigkeit und Leichtbau, weshalb er sich in der Automobilindustrie mit der Strukturoptimierung für die additive Fertigung beschäftigte.

Rami studierte Maschinenbau mit dem Nebenfach Unternehmertum und Management an der Johns-Hopkins-Universität. Daraufhin zog es ihn nach Deutschland, wo er mehrere Praktika in der Automobilindustrie absolvierte. Derzeit befindet er sich am Ende seines Masterstudiums in Computational Mechanics of Materials and Structures an der Universität Stuttgart. 

amprove ist Entwicklungsdienstleister und Zulieferer von high-performance Strukturbauteilen. Zur Entwicklung der Bauteile wird der konventionelle Konstruktionsprozess durch eine simulationsbasierte Prozesskette ersetzt. Daraus resultieren auf den Anwendungsfall zugeschnittene Geometrien, die höchste Performance bei minimalem Materialeinsatz erreichen. Darüber hinaus wird die Entwicklungszeit der Bauteile durch den Verzicht auf manuelle Konstruktion drastisch verkürzt.

Zum einen kann amprove mit dem Prozess Bauteile für die Großserienfertigung, wie z.B. das Gießen, entwickeln. Zum anderen kann in Fällen, in denen die Performance des Bauteils im Vordergrund steht, oder kleine Stückzahlen gegeben sind, das Bauteil für den 3D-Druck optimiert werden. Der Kunde profitiert z.B. durch geringeren Materialverbrauch, verbesserte Bauteileigenschaften und sekundäre Effekte wie eine durch Leichtbau erhöhte Verfahrgeschwindigkeit von Produktionsmitteln. Das Ziel der Bauteiloptimierung kann ebenfalls die Verbesserung der thermischen Eigenschaften sein, sodass Temperaturprobleme durch die optimierte Bauteilstruktur behoben werden. Der Kunde profitiert je nach Anwendungsfall z.B. durch weniger Verschleiß, höhere Leistungsfähigkeit von thermisch belasteten Komponenten und der Einsparung zusätzlicher Kälte- und Wärmequellen. Um Bauteile mit einem hohen Optimierungspotential zu identifizieren, bietet amprove einen Upload für CAD-Daten auf ihrer Website an.

 

Kontakt

Dieses Bild zeigt  Melanie Minderjahn
M. A.

Melanie Minderjahn

Wiss. Mitarbeiterin, Referentin für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

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