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Keimzelle für den Wandel: Das Agility Lab der Universität Stuttgart als Experimentierraum

11. Mai 2026

Dr. Martin Rost und Prof. Dr. Alexander Brem diskutieren in ihrem Artikel für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift OrganisationsEntwicklung (ZOE), wie im Agility Lab (AL) verschiedene Experimentierräume für das Erproben neuer Arbeitsformen geschaffen werden und das AL dadurch zu einer Keimzelle für den Wandel an der Universität Stuttgart geworden ist.

[Bild: Universität Stuttgart L. Parsyak]

Im Beitrag zeigen die Autoren auf, wie durch die Zusammenarbeit des selbstorganisierten Teams im Agility Lab ein erster Experimentierraum entsteht, um neue Arbeitsformen zu erproben, geeignete auszuwählen und diese für die Universität Stuttgart anzupassen. Darauf aufbauend werden diese Methoden, Prozesse und digitalen Tools in einer agilen Community diskutiert und ausprobiert, mit Pilotteams und in Projekten eingesetzt sowie im Rahmen von Programmen für Multiplikator*innen weitergegeben.

Es zeigt sich, dass über die agile Community und Kommunikationsmaßnahmen vor allem jene agile Arbeitsformen (z. B. Liberating Structures, Kanban-Boards) gut verbreitet werden können, die mit geringem Zeiteinsatz umgesetzt werden können und die bestehenden Abläufe nur inkrementell verändern.

Für Pilotteams erweisen sich Retrospektiven weitgehend unabhängig vom Arbeitskontext als hilfreich für die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit an der Universität. Das agile Framework OKR wurde und wird von einigen Teams in unterschiedlichen Bereichen relativ flexibel in die bestehenden Strukturen und Prozesse integriert. Die kontinuierliche Arbeit von Teams mit agilen Frameworks stellt aber weiterhin eine große Herausforderung dar. So konnten für die Einführung agiler Frameworks in ganzen Bereichen der Universität (z. B. Dezernaten) bisher noch nicht ausreichend viele Führungskräfte gewonnen werden.

Das selbstorganisierte, interdisziplinär ausgerichtete und flexibel einsetzbare Team im AL konnte durch Projekte wie die Erarbeitung von Lösungen für ein softwaregestütztes Prozessmanagement und die methodische Begleitung eines großen Digitalisierungsprojekts Impulse für die Weiterentwicklung der Arbeitsprozesse und Strukturen setzen. Erfahrungen des AL-Teams mit weniger erfolgreichen Projekten zeigen aber auch, dass sich eine derartige Einheit so weit wie möglich auf die methodische Begleitung und die Organisation der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit konzentrieren und die inhaltliche Arbeit den jeweiligen Fachabteilungen überlassen sollte.

Weiter Inhalte des Artikel sind in der Leseprobe des Verlags verfügbar. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift OrganisationsEntwicklung (ZOE) ist in gedruckter Form im Agility Lab erhältlich.

 

Dieses Bild zeigt Martin Rost

Martin Rost

Dr.

Wissenschaftsmanager

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